Gemeinschaftsschule Wahlstedt (offene Ganztagsschule)
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Klasse mit flexibler Übergangsphase

1. Partnerschulen

In Zusammenarbeit zwischen der Helen-Keller-Schule und der Poul-Due-Jensen – Schule wird – wenn möglich – in jedem Jahrgang eine Klasse mit Flexibler Übergangsphase („Flexklasse“) eingerichtet.

2. Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Poul-Due-Jensen-Schule, bei denen auf der Anforderungsebene des Ersten allgemeinbildenden Schulabschlusses ein besonderer Förderbedarf besteht. Es richtet sich gleichermaßen an leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Helen-Keller-Schule. Sie alle sollen in einem besonders strukturierten Bildungsgang die Möglichkeit erhalten, den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss zu erwerben.
Schülerinnen und Schüler aus der Helen-Keller-Schule und der Poul-Due-Jensen-Schule Wahlstedt, die intellektuelle oder durch ihr Umfeld bedingte Lernschwierigkeiten haben, bei denen nach Einschätzung ihrer Lehrkräfte jedoch Aussicht besteht, den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss erlangen zu können, gehören zur Zielgruppe.
Die bisherige Schulkarriere der Zielgruppe, die an der Poul-Due-Jensen-Schule auf der Anforderungsebene des Ersten allgemeinbildenden Schulabschlusses unterrichtet wird, ist meist gekennzeichnet durch Lernbeeinträchtigungen und Misserfolgserlebnisse. Oft ist bei diesen Schülerinnen und Schülern bereits im siebten Jahrgang absehbar, dass der Erste allgemeinbildende Schulabschluss nur mit Mühe zu erlangen sein wird.

3. Klassenbildung

Aus den siebten Gemeinschaftsschulklassen und Schülerinnen und Schülern der achten Klassen des Förderzentrums werden an der Gemeinschaftsschule die Flexklasse und weitere achte Gemeinschaftsschulklassen gebildet. Grundlage für die Zusammenstellung dieser neuen Klassen sind Beschlüsse der Klassenkonferenzen. Vorher werden auf einem Gesamtelternabend und in Einzelgesprächen die Eltern über die schulischen Möglichkeiten ihrer Kinder informiert:

  • Ihnen werden die Vorteile der Flexklasse dargelegt.
  • Ihnen wird erklärt, dass in der Flexklasse der Erste allgemeinbildende Schulabschluss erst nach drei Jahren erreicht werden kann und ein Wechseln in die regulären Gemeinschaftsschulklassen grundsätzlich ausgeschlossen ist.
  • Ein Klassenkonferenzbeschluss zur Aufnahme in die Flexklasse erfolgt nur mit Einwilligung der Eltern.
4. Ziele

In der Flexklasse sollen die Schülerinnen und Schüler durch intensive Betreuung und praxisnahen Unterricht motiviert werden und ihnen sollen Erfolgserlebnisse vermittelt werden, sodass sie zusammen mit lernwilligen und leistungsstarken Förderschülerinnen und Förderschülern den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss erwerben können. Zu dem Zweck umfasst die Flexklasse einen schulischen Ausbildungsgang von drei Jahren, beginnend mit der Jahrgangsstufe 8.

Ziel also ist der Erwerb des Ersten allgemeinbildenden Schulabschlusses durch

  • Aufarbeitung von Defiziten in den Schulfächern, Sicherung der Kenntnisse durch intensivere und längere Übungsphasen,
  • Steigerung der Leistungsbereitschaft,
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit,
  • Erwerb und Sicherung von Schlüsselqualifikationen, z. B. Kommunikations- und Teamfähigkeit, Förderung von Selbstwertgefühl, intensive Vorbereitung auf Berufswahl und Arbeitsfähigkeit,
  • Vorbereitung auf die Rolle als Teilnehmerin bzw. Teilnehmer am Wirtschaftsleben, als Partnerin bzw. als Partner, als Eltern,
  • Methodentraining.

Damit auch Jugendliche mit Lernschwierigkeiten dieses Qualifikationsniveau erreichen können, brauchen sie mehr Zeit und gezielte Förderung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt „Schule und Arbeitswelt“. Es zielt auf eine verbesserte Vorbereitung der Jugendlichen in allgemeinbildenden Schulen auf den Übergang ins Berufs- und Arbeitsleben. In diesem Rahmen beteiligt sich das Land Schleswig-Holstein gemeinsam mit anderen Bundesländern im sog. Nordverbund mit „Flexibilisierung der Übergangsphase und Berufswahlpass“ an diesem Projekt.

Die angestrebte Verbesserung der Berufsorientierung und –vorbereitung soll erreicht werden durch:

  • mehr Lernen an außerschulischen Lernorten, Zusammenarbeit mit Berufsschule, Betrieben und Berufsbildungseinrichtungen (Praktika)
  • Streckung des Lernstoffes der Jahrgangsstufen 8 und 9 auf drei Jahre
5. Berufsorientierungsmaßnahmen

Jahrgangsstufe 8:

  • 1. Betriebspraktikum (zwei Wochen) in einem Betrieb nach Wahl der Schülerin bzw. des Schülers
  • Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ)
  • Besuch der Ausbildungsmesse (Pflicht)

Jahrgangsstufe 9:

  • Betriebsbesichtigungen (z. B. Grundfos)
  • 2. Betriebspraktikum (zwei Wochen) in einem Betrieb nach Wahl der Schülerin bzw. des Schülers
  • Erstellung von Bewerbungsunterlagen
  • Besuch der Ausbildungsmesse (Pflicht)
  • Bewerbungstraining (AOK, Sparkasse o. ä.)

Klassenstufe 10:

  • Informationen durch die Berufsberaterin bzw. den Berufsbrater über die weiterführenden Schulen
  • 3. Betriebspraktikum (vier Wochen) in einem Betrieb nach Wahl der Schülerin bzw. des Schülers mit einem Schultag pro Woche

Während der gesamten Zeit steht die Berufsberaterin bzw. der Berufsberater in Sprechstunden zur Einzelberatung zur Verfügung.

Ein Coach des Unternehmens JobA in Bad Segeberg steht der Flexklasse zur Verfügung und unterstützt bei der Berufsorientierung (Assessment, Berufsfelderkundung usw.)

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